Gesunde Ernährung gegen Haarausfall?

Haarausfall ist eine Kondition, die viele Menschen betrifft. In der Mehrheit sind Männer von Haarausfall betroffen, doch auch viele Frauen leiden unter einer stets dünner werdenden Haarpracht. Während Statistiken erweisen, dass rund 60 Prozent der Männer unter 50 Jahren und immerhin 20 Prozent der Frauen von diesem Übel betroffen sind. Auch wenn der Haarausfall keine körperlichen Schäden zur Folge hat, so kann er doch für viele Menschen psychische Probleme mit sich bringen, da unser Schönheitsideal mit einer vollen Haarpracht verbunden ist. So ist es nicht verwunderlich, dass Frauen sowie Männer immer wieder auf der Suche nach einer Methode sind, mit der sie dem Haarausfall entgegentreten können.

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Wie kommt der Haarausfall zustande?

Um den Haarausfall zielgerecht bekämpfen zu können, müssen Sie sich zunächst einmal über die Ursache klar werden. Gemeinhin wird angenommen, das der Haarausfall erblich bedingt ist. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Neben dem erblichen oder auch androgenetischen Haarausfall können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Medikamente wie beispielsweise Beta-Blocker
  • Chemikalien von Styling Produkten
  • Hormonstörungen
  • Hohe psychische Belastung
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Belastung mit Schwermetallen
  • Mangelhafte Ernährung

In Anbetracht der vielfältigen Ursachen, die zu einem Haarausfall führen könnten, sollten Sie sich also nicht unbedingt mit der Erklärung des erblich bedingten Haarausfalls zufrieden geben, sondern einmal weiter forschen, um eine korrekte Behandlungsweise zu finden.

Fehlernährung als Ursache für Haarausfall

Die meisten Menschen ernähren sich heute in einer Weise, die den Körper nur unzureichend mit Vitaminen und anderen Vitalstoffen versorgt. Besonders Personen, die sich einseitig ernähren laufen Gefahr, durch ihre Ernährungsweise den Haarausfall zu begünstigen.Das ist sowohl der Fall, wenn Sie häufig strenge Diäten zum Gewichtsverlust einhalten, oder auch wenn Sie bewusst auf Fleisch, Fisch und Eier in Ihrer Ernährung verzichten. In der gleichen Weise wirken sich auch eine Darm- und Leberkrankheiten auf den Haarausfall aus, die verhindern, das Nährstoffe wie Vitamine der B-Gruppe und Zink vom Körper aufgenommen werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit hat der weibliche Körper einen erhöhten Nährstoffbedarf, so dass in vielen Fällen den Haarwurzeln nicht genug Nährstoffe zugeführt werden können. Auch in diesen Fällen ist Haarausfall oft eine Folge.

Ein weiterer häufiger Grund für den Haarausfall ist chemischer Schaden, den man dem Haar mit Dauerwellen und Haarfarben zufügt. Wenn Sie einen verstärkten Haarausfall bemerken, sollten Sie von diesen Behandlungen für eine Zeit Abstand nehmen und dem Haar die Möglichkeit geben, sich zu regenerieren.

So verläuft der normale Wachstumszyklus des Haares

Ein gewisses Maß an Haarausfall ist völlig normal. Finden Sie täglich also ein paar Haare in Kamm oder Bürste, so ist das kein Grund zur Besorgnis. Erst wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen, kann man von Haarausfall sprechen. Wenn Sie sich einmal mit den verschiedenen Phasen des Haarwachstums beschäftigen, so wird der Grund für den täglichen Haarverlust schnell ersichtlich. Das Haarwachstum unterteilt sich in drei Phasen:

  • Anagenphase ( Dauer 2 bis 6 Jahre)
  • Katagenphase ( Dauer etwa 2 Wochen)
  • Telogenphase ( Dauer 3-4 Monate)

Währen der Anagenphase, in der sich etwa 80 Prozent Ihres Haares befindet, zeichnet sich eine hohe Aktivität in den Haarfollikeln ab und das Haar wächst täglich im Schmitt 0,035cm. Nach Beendigung dieser Phase tritt die Katagenphase ein, in der die Haarfollikel verkümmern und keine Zellteilung mehr stattfindet. Das Haarwachstum kommt zum Stillstand. Schließlich wechseln die Haare in die letzte Phase ihrer Entwicklung über, der sogenannten Telogenphase. Während dieser Phase findet kein Wachstum mehr statt und die Haare machen sich zum Ausfallen bereit. Nach dem Abschluss dieser Phase beginnt der Zyklus wieder von neuem und für das ausgefallene Haar wächst ein neues Haar nach.

Liegt eine Störung des Haarzyklus vor, so befinden sich mehr Haare in der Katagenphase als normal und es können nicht im ausreichenden Maße neue Haare nachwachsen, um den Haarverlust auszugleichen. Es versteht sich, dass die Haarfollikel während der Wachstumsphase mit ausreichenden Nährstoffen und Spurenelementen versorgt werden müssen. Diese Versorgung können Sie am besten durch eine ausgewogene Diät sicherstellen, in der Obst und Gemüse ebenso laut der Seite wie Vollkorn- und Milchprodukte enthalten sind. Mehr dazu auf http://www.experto.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung-vollkorn-und-milch.html, falls Sie sich mit Vollkorn und Milch Ernährung nicht auskennen.

vitaminbWas hilft und was hilft nicht? Haarausfallmittel unter die Lupe genommen

In Anbetracht der großen Anzahl von Menschen, die bemüht sind, ihrem Haarausfall Einhalt zu gebieten, hat sich ein ganzer Industriezweig entwickelt, der eine ganze Reihe von Mitteln anbietet, die versprechen, den Haarausfall zu stoppen. Doch längst nicht alle Mittel halten auch, was sie versprechen.Während Sie nicht auf ein Wundermittel hoffen sollten, so gibt es außer einer gesunden Ernährung doch einige Mittel und Strategien, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken können.

Produkte zur Haarpflege: Speziell Shampoos und Haarspülungen sind oft mit Zusätzen wie Koffein oder Rosmarin versehen. Diese Substanzen regen die Durchblutung der Kopfhaut an und erlauben den Haarfollikeln eine höhere Aktivität. So können die Haare länger in der Anagenphase erhalten werden.

Apfelessig: kosmetische Produkte, die besonders von Frauen zur Haarpflege benutzt werden, können dazu führen, dass sich die Haarfollikel verstopfen. Spülungen mit Apfelessig können dazu beitragen, die Verstopfungen zu beseitigen und somit ein gesundes Haarwachstum fördern.

Vitalstoffe: Die Einnahme einiger Vitalstoffe kann sich ebenfalls positiv auf den Haarverlust auswirken. So dämmt beispielsweise Zink die schädliche Wirkung, die das Hormon Testosteron auf die Haarwurzel ausübt, Biotin sorgt für einen Stoffwechsel, der dem Haarwuchs zuträglich ist und Vitamin B6 verhindert einen zu starken Zinkverlust. In der Apotheke können Sie sich über Nahrungsergänzungsmittel informieren, die diese Stoffe enthalten.

Hausmittel gegen Haarausfall: Kokosöl ist ein altes Hausmittel, das besonders im asiatischen Raum schon seit Jahrhunderten zur Kräftigung des Haares eingesetzt wird. Dazu massieren Sie kleine Mengen von echtem Kokosöl aus dem Reformhaus leicht in die Kopfhaut ein. Unsere Großmütter bevorzugten hingegen eine Packung aus rohem Eigelb, das mit Walnussöl verrührt auf Kopfhaut und Haar aufgetragen und nach etwa einer halben Stunde ausgespült wird.

Ob Sie sich für Haarwuchsmittel aus dem kommerziellen Angebot oder für bewährte Hausmittel entscheiden, bleibt Ihrer eigenen Vorliebe überlassen. Sie sollten jedoch bei keiner Methode Wunder erwarten. Der Erfolg wird nicht von einem Tag auf den anderen sichtbar, sondern stellt sich vielmehr allmählich ein. Deshalb sollten Sie die gewählte Behandlungsmethode auch über mehrere Monate anwenden, um festzustellen, ob sie zum Erfolg führen kann. Der Nachteil dabei ist, dass viele der Mittel, die im Handel angeboten werden, sehr kostspielig sind, ohne das ihre Wirksamkeit garantiert werden kann. Selbst wenn Ihnen ein Mittel empfohlen wird, das bei einer anderen Person ausgezeichnet gewirkt hat, können Sie nicht unbedingt damit rechnen, selbst den gleichen Erfolg zu erzielen.

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